PASSAGEN 2024 – Möbel, Licht und Kunst

Das Designjahr eröffnet traditionell im Januar in Köln. Auf der Internationalen Möbelmesse stellen die etablierten und großen Hersteller ihre Neuheiten vor. Auf den PASSAGEN – Interior Design Week – präsentieren kleine, unabhängige Firmen und junge Designer ihre Möbel, Entwürfe, Leuchten und Visionen.
2024 sind wir erstmals mit unserem eigenen Showroom mit von der Partie. Wir sind total stolz und glücklich, alle designinteressierten Kölnerinnen und Kölner in unsere eigenen vier Wände einzuladen. Vom 12. – 18. Januar 2024 öffnen sich unsere Türen von 14.00 - 20.00 Uhr.

Showroom der Moebel Compagnie in Köln-Sülz. Zu der Interior Design Week 2024 – Passagen gibt es eine Lichtinstallation der Bregenzwerwälder Leuchtenfirma Georg Bechter Licht.

 

Möbel – Licht – Kunst

"Schönheit ist ein großartiger Beitrag zur Nachhaltigkeit. Lieblingsobjekte sind erwiesenermaßen langlebiger. Sie erfreuen den Menschen und werden ihrer Funktion gerecht." treffender als der Bregenzerwälder Architekt und Leuchtenproduzent Georg Bechter könnten wir unsere Motivation Möbel zu entwerfen und herzustellen auch nicht formulieren. Weil die Denkweisen sich ziemlich ähneln und unsere Möbel und die einzigartigen Leuchten sich so gut ergänzen, stellt die Firma Georg Bechter Licht aus Hittisau bei uns im Showroom mit aus. Vor allem im Übergang liegt die besondere Innovation der Bregenzwerwälder. Aus einem kleinen Punkt in der Deck fluten die Leuchten den Raum mit glasklarem Licht oder es lässt sich wahlweise eine Leuchte abpendeln. Kommt vorbei und entdeckt das Unsichtbare!

Goldschmied Glanzstück im Bregenzerwald erstrahlt mit unsichtbarenb, glasklaren Licht von Georg Bechter Licht.

 

Früher gab es Sperrmülltage in fast allen Städten. Jeder konnte seine ausrangierten Möbel, Accessoires, Geschirr und Matratzen auf die Straße stellen. Am nächsten Tag kam die Müllabfuhr und holte alles ab. Nicht wenige Leute zogen am Vorabend durch die Straßen und spekulierten darauf, Designklassiker zu finden oder noch brauchbare Möbel zu entdecken.
Der Kölner Künstler Thomas Hartz griff Anfang 2023 in Dortmund zur Kamera und streifte frühmorgens durch die Straßen. Er fotografierte die Szenerie. Dabei erhielt er einen Einblick in die persönlichen Biografien und Lebensumstände der Bewohnerinnen und Bewohner. Er beobachtete, dass es diejenigen gibt, die das "Gerümpel" fein säuberlich sortiert auf die Straße stellten, und diejenigen, die es einfach wild auf dem Gehsteig stapelten. Natürlich ergaben sich mitunter auch unterhaltsame Gespräche zu seinem Tun.
Aus diesen Fotografien fertigte er daheim in seinem Atelier am Computer großformatige Collagen und komponierte den Sperrmüll zu chaotisch-labyrintischen Interieurs. Durch eine digitale Herauslösung der unterschiedlichen Fundstücke aus ihrem individuellen Kontext und deren Neukombination in Collagen, entsteht eine soziologische Installation mit fluidem Charakter. Erstmals zeigt Thomas Hartz diese Bilder bei uns im Showroom.

Bildcollage des Kölner Künstlers Thomas Hartz. Er fotografierte Sperrmüll, löste einzelne Elemente aus diesen Bildern und komponierte aus den Fragmenten farb- und formgewaltige Bilder.

Diskussion und Inspiration

Diese künstlerische Arbeit fordert uns als Gestalterinnen und Designer dazu auf, über die Themen Nachhaltigkeit und Circular Design nachzudenken und zu diskutieren. Klar, genau darüber wird vermehrt in den letzten Jahren diskutiert. Wenn man aber über die Möbel- und Designmessen geht, scheint dass die großen Hersteller nur nebenbei zu interessieren. Von den großen Möbelhäusern an den Ausfahrten von Bundesstraßen und Autobahnen ganz zu schweigen.

Ganz provokativ gefragt: Müssen überhaupt noch neue Möbel entworfen werden? In welcher Form beeinflussen diese zweifelsohne wichtigen Aspekte den Entwurfsprozess? 
Sowohl Georg Bechter Licht und auch die Moebel Compagnie geben darauf eine Antwort. Das stärkste Argument ist die gute Form, die Schönheit der Produkte und Möbel. Siehe auch das Zitat von Georg Bechter. Wenn "Gegenstände" geliebt, geschätzt und gerne gebraucht werden, dann pflegen die Nutzenden diese Dinge besonders, schätzen die Form und die Funktion und gebrauchen diese dann viele Jahrzehnte. Produkte und Möbel zu entwerfen, die zu echten Lieblingsstücken werden und lange genutzt werden, ist die beste Form der Nachhaltigkeit.
Wenn die Möbel und Produkte dann auch noch so konstruiert werden, dass sie sortenrein getrennt werden können, dann kann das Material weiter verwendet werden. Natürlich haben diese Themen einen Einfluss auf den Entwurfsprozess und das spätere Design. Es steht aber in keinem Widerspruch, dass sich gute Gestaltung und nachhaltiges Wirtschaften im Weg stehen. Der Wiener Kaffeehausstuhl von Thonet, der Eames Chair von Vitra beweisen das Gegenteil ...

Ein kleiner Rückblick

Die erste Teilnahme der Moebel Compagnie an den Passagen in Köln. Im Designerstower 2014 liegt ein Baumstamm aufgeschnitten und aufgeschichtet neben dem fertigen Tisch.

Vor zehn Jahren stellte die Moebel Compagnie erstmals auf den Passagen aus. Zusammen beim Designers Tower mit vielen anderen jungen Brands. Daraus haben sich Freundschaften entwickelt und zusammen haben wir auf vielen weiteren Messen und Ausstellungen unsere Möbel und Entwürfe präsentiert. Vielen Dank Manuel Welsky – weld & co für die Initiative dieses Format zu starten. Es war uns eine große Freude zusammen mit Markus Krauss Design, njustudio, Robert Hoffmann Lightning, Florian Saul, Daniel Rauch und Christian Heufelder vor zehn Jahren auszustellen. Etwas ist gleich geblieben: die Espressomaschine Faema Ariete wird uns auch in diesem Jahr mit dem schwarzen Gold versorgen.

Aus einer alten Famea Ariete fließt feinster Espresso. Nachhaltugkeit im besten Sinn. Die Espressomaschine stammt aus den 1970'er Jahren und verrichtet immer noch zuverlässig ihre Arbeit.
 

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